Spieltechniken auf dem E-Bass

Rechte Hand

Wie starten mit der Hand die im Normalfall die Saiten anschlägt bzw. Zupft. Bei Rechtshändern ist dies die rechte Hand. Bei Linkshändern meist die Linke. Der Daumen als Stütze Als erstes suchst du dir einen Platz an dem du deinen Daumen abstützen kannst. Als mögliche Positionen kommen hier entweder die Tonabnehmer in Frage oder eine der Saiten z.B. die tiefste Saite. Manche Bassisten spielen auch ohne den Daumen irgendwo abzustützen. Für den Anfang halte ich es aber für etwas einfacher, wenn man den Daumen als Anker auf einem Tonabnehmer stellt. Dein Unterarm sollte dabei den Korpus deines Basses wenn überhaupt, dann nur leicht berühren und dein Handgelenk sollte nicht zu sehr angewinkelt sein. Der Wechselschlag Nun schlägst bzw. zupfst du die Saite mit deinem Zeige- und Mittelfinger abwechselnd an. Ein großer Teil deines Sounds wird durch deine Anschlagtechnik beeinflusst. Wenn du nur das vorderste Ende deiner Fingerspitze verwendest wird der Sound eher dünn und metallisch. Verwendest du mehr „Fleisch“ wird der Sound wärmer und voller. Wichtig für den Sound ist auch wo du die Saite anzupfst. Um so näher du dich zur Brücke (also weg vom Hals) bewegst umso mehr Höhen und Attack erhältst du. Spielst du näher am Griffbrett wird der Sound wärmer und dumpfer. Das Plektrum Das Plektrum - auch Pick genannt – ist ein Plättchen (meist aus Plastik), mit dem die Saiten wie bei einer E-Gitarre angeschlagen werden können. Meist hält man das Plektrum zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger und zupft damit die Saiten von oben und unten (ähnlich wie beim Fingerwechselschlag) an. Hiermit kann man einen wesentlich härteren Anschlag und Sound erreichen, als mit den Fingern. Der Slap-Bass Wer denkt, dass das sogenannte Slapping – also das Anschlagen und Anreißen der Saiten nur auf dem E-Bass funktioniert, der täuscht sich. Bereits in den Anfängen des Jazz, haben die Kontrabassisten die Saiten mit den Fingern angerissen und auf das Griffbrett schlagen lassen. Vor allem bei Rockabilly- Bassisten sieht man diese Technik auch heute noch sehr oft. Wesentlich bekannter ist jedoch die Slaptechnik auf dem E-Bass, bei dem die Saiten entweder mit dem Daumen angeschlagen werden (Slap) oder mit den Fingern angerissen (Pop) werden. Dies ergibt einen sehr perkussiven und funkigen Sound, der auch nicht Bassisten oft fasziniert. 

Linke Hand

Kommen wir zur Greifhand. Bei Rechtshändern ist das die linke Hand. Im Gegensatz zur rechten Hand verwenden wir hier alle Finger. Der Daumen fungiert wieder als Anker und verhindert, dass uns der Basshals beim Greifen abhaut. Der Daumen sollte sich möglichst immer hinter dem Griffbrett befinden und von vorne nicht zu sehen sein. Beim Greifen verkrampfen am Anfang die meisten Bassisten. Mit etwas Übung geht das aber schnell weg. Man benötigt viel weniger Kraft um Bass zu spielen, als die meisten denken. Die optimale Handhaltung hast du erreicht, wenn deine Finger leicht gebogen sind, die Saiten mit den Fingerkuppen gedrückt werden und sich der Daumen ungefähr hinter deinem Mittelfinger befindet. Am besten du lässt im Stehen einfach mal deine Greifhand neben deinem Körper entspannt hängen. Jetzt nimmst du deinen Arm nach oben – wie wenn du nach deinem Basshals greifen würdest – ohne dabei die Stellung deiner Finger zu verändern. Das ist eigentlich die  entspannteste und somit optimale Haltung der linken Hand.

Kontakt: Steffen Knauss, Höllochweg 1, 72525 Magolsheim, www.steffenknauss.de

Impressum